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Wirtschaftsreferent Klaus Schedlbauer informierte — Funktechnik nur Notlösung
Schlagworte wie „Wer von zu Hause aus arbeiten will, braucht künftig das Glasfasernetz, das bis zu 100 Megabit/Sekunde zur Verfügung stellen kann", „Junge Leute bauen dort, wo es Breitband gibt", „Der Bürger der Zukunft hängt am Glasfasernetz" sind immer wieder zu hören. Auch der Rötzer Bau- und Umweltausschuss ist sich über die Bedeutung einer schnellen Internetanbindung einig.
Klaus Schedlbauer vom Landratsamt bemerkte, dass hier selbst die Tiefbaubranche noch hinterherhinke: „Es gibt noch keine vernünftige Technik, ein lediglich fingerdickes Kabel kostengünstig in der Erde zu versenken". Man behilft sich mit Leerrohren, die gleich mitverbaut werden, wenn gerade wo gegraben wird. Schedlbauer riet dazu, die Förderung zu nutzen, solange es sie noch gibt.
Bürgermeister Ludwig Reger unterstrich, dass man aus Sicht der Gemeinde den Ausbau vorantreiben sollte, um den Bürgern eine maximale Breitbandversorgung zu gewährleisten. Dies gehöre zur Daseinsvorsorge. Klaus Dirscherl nutzte die Gelegenheit, sich zu rechtfertigen. Er sei eher zufällig darauf gestoßen, dass die LTE-Funktechnik im Raum Rötz bereits funktioniert. Auch die schlechteste Verbindung sei immer noch effektiver, als das Internet über einen ISDN-Telefon-Zugang zu nutzen. „Man stöpselt ein und kann sofort ins Internet", so Dirscherl und ergänzte: „Wenn das Glasfaserkabel denn kommt, kann man dann immer noch dieses nutzen".
Die Firma Gruber in Bernried arbeitet bereits mit dieser Funktechnik und Gerhard Gruber bestätigte die Einschätzung der Experten: „Das ist wirklich eine Notlösung." Albert Haimerl jun., dessen Betrieb in Pillmersried vom Stadtrat als „Versuchskaninchen" vorgeschlagen worden war, gab erste Ergebnisse bekannt. Die ursprünglich gemessenen 17 Megabit/Sekunde wurden nicht erreicht, allerdings — und das ohne Antenne — vier Megabit/Sekunde und das sei viermal mehr als er bisher an Leistung nutzen konnte.
Dirscherl machte den Vorschlag, dass man herausfinden sollte, wer das Glasfaserkabel braucht. „Darum sind wir heute hier", brachte es der Bürgermeister auf den Punkt.
Quelle: Chamer Zeitung |