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Rötz. Funknetz wohl nur eine Notlösung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 12:15 Uhr

Schnelleres Internet per LTE-Vodafone? Stadtrat diskutierte – Experte spricht
Rötz. Bei der Stadtratssitzung am Montag (wir berichteten) schienen die Wünsche der Stadträte kein Ende zu nehmen.
Klaus Dirscherl übte Kritik an dem stets offenen Tor der Zaunanlage rund um den Hochbehälter in Rötz. Ein Umstand, der auch Bürgermeister Ludwig Reger schon zur Nachfrage veranlasst hat, wie er sagte, mit dem Ergebnis, dass das Tor versetzt werden muss.


Eine Lanze für schnelles Internet per LTE-Vodafone brach Dirscherl dann. Er berichtete, er habe sich ein Messgerät besorgt und sei bei Betrieben in Pillmersried und Heinrichskirchen auf die Höfe gefahren. Die Messergebnisse für die Funkverbindung lägen in bis dahin nicht für möglich gehaltenen Höhen. Für Dirscherl wäre dies eine Chance für alle, die ans Internet wollen, aber
bislang zu weit vom nächsten Einwählknoten entfernt sind: „Da können wir uns auch das Kabelgraben sparen".
Die Ratsherren vernahmen es mit Skepsis, zumal Bürgermeister Reger von der Telekom die Auskunft erhalten hat, dass dies nicht funktionieren soll.
Dem Bürgermeister könnte nichts Besseres passieren, als dass man zur Erschließung des Rötzer Nordens kein Geld aufwenden müsste. Ähnlich äußerte sich auch Johann Stibich. Man kam überein, dass die Firma Albert Haimerl jun. in Pillmersried als „Testperson" herhalten soll. Bei der Januar-Sitzung des Stadtrates sollte ein Vertreter von Vodafone das Ratskollegium informieren und Albert Haimerl über die Erfahrungen aus der Testphase berichten.
Später erklärte Bürgermeister Reger dann, dass er sich bei Experten erkundigt habe und die sähen das LTE-Funknetz lediglich als Notlösung für ländliche Gebiete, denn der Funk bringe wesentlich weniger Leistung für den einzelnen Nutzer und sei nicht das, was man Betrieben als „schnelle Datenautobahn" anbieten könne.
Reger hat deshalb schon nächste Woche Donnerstag eine Sitzung des Bauausschusses eingeschoben, wozu ein Fachmann geladen ist, um darüber aufzuklären.
Wenn man per Funk mit dem Internet verbunden ist, müsse man das Netz mit anderen teilen, die gleichzeitig online sind. Das könne die Leistung erheblich reduzieren, meinte Reger, das Glasfaserkabelnetz hingegen sei praktisch beliebig ausbaubar. 

Quelle: Chamer Zeitung