Walderbach: Internet-Projekt von Uni analysiert
- Details
- Kategorie: Aktuell
- Erstellt am Samstag, 05. November 2011 12:46
- Veröffentlichungsdatum
- Geschrieben von Administrator
- Zugriffe: 131
Im VG-Bereich wird gerade die „Datenautobahn" gebaut — Hohe Leistung
Walderbach/Reichenbach. (cp) Des Deutschen liebstes Kind ist sicherlich nicht mehr nur das Auto, auch die neuen Kommunikationswege und die vielen Dienste sind in den Focus gerückt. Gerade diese technischen Alleskönner waren Vielen im ländlichen Raum bisher verwehrt, da die Nutzung hohe Ansprüche an die Telekommunikationstechnik stellt.
Bei der Schaffung einer leistungsstarken und flächendeckenden Infrastruktur von Hochgeschwindigkeitsnetzen werden hohe Erwartungen an die Investitions- und Risikobereitschaft der „Jungen Wilden" in der TK-Branche gesetzt. Die Gemeinden Walderbach und Reichenbach haben darauf reagiert, und sind nun durch den erweiterten Breitbandausbau mit wesentlich schnelleren Internetanschlüssen ausgestattet wie so manche Metropolregion.
Dies liegt auch an den zusätzlichen Kabelverzweigern mit VDSLAM(s) in den Gemeindebereichen. Diese stellen an nahezu jedem Anschluss 25-100 Mbit Downloadrate und 20 Mbit Uploadrate zur Verfügung.
Christoph Englmeier, Vorsitzender der amplus AG dazu: „Die Gemeinden Walderbach und Reichenbach sind für die amplus AG Vorzeigeprojekte, und mit der verbauten Technik sind die Gemeinden ganz vorne mit dabei und setzen in einem bisher unversorgten Gebiet neue Maßstäbe.
Insgesamt wurden sechs Kabelverzweiger mit aktuellster VDSL2 Technik vor Ort installiert und bilden das „Glasfaser-Netz R-W". Die amplus AG bietet zusätzlich bereits heute natives IPv6 an." Hier sei man
anderen Anbietern voraus. Die beiden Bürgermeister Franz Pestenhofer und Josef Höcherl sind stolz darauf, dies ihren Bürgern und Unternehmen nun bieten zu können. Unter der kostenlosen Hotline 08 00/ 80 45 990 erhalten interessierte Bürger und Unternehmen gerne Auskunft.
Die Verlegung der Glasfaserkabel sei ebenfalls „revolutionär" erfolgt. Die amplus AG startete die Verlegung als Pilotprojekt im Freistaat Bayern. Sie erfolgte nicht entlang der Staatstraße anhand aufwendiger Grabungsarbeiten. Das Glasfaserkabel wurde in einer etwa zwei Zentimeter breiten und drei bis vier Zentimeter tiefen, aus der Teerdecke herausgeschnittenen Rinne im Radweg versenkt. Es ist von oben und unten geschützt durch einen Schaumstoffstreifen, der parallel mit dem Glasfaserkabel verlegt wird. Diese Art der Verlegung ist, wie gesagt, Neuland.
Beim Start des Pilotprojektes waren neben Bürgermeister Franz Pestenhofer auch Baudirektor Josef. Kreitinger vom Staatlichen Bauamt Regensburg, Bereich Straßenbau, Herr Schötz von der amplus AG, der Breitband-Beauftragte des Landkreises Siegfried Schollerer und zwei Vertreter der TU München vor Ort.
Das Demonstrationsprojekt wird von der TU München drei Jahre als Begleitforschung überwacht und analysiert.
Quelle: Chamer Zeitung

