DSL-Ausbau in Cham fast abgeschlossen

Anfang August sind auch Haushalte rund um Windischbergerdorf und Vilzing versorgt

Von Michaela Sturm
Cham. Der DSL-Ausbau in Cham und den Stadtteilen ist nahezu abgeschlossen. Bis Anfang August sollen die noch fehlenden Gebiete in Windischbergerdorf, Kammerdorf, Kothmaißling, Selling und Schlammering sowie Vilzing, Tasching, Ried am Sand, Haderstadl, Hilm, Gutmanning und Hof ans schnelle Internet angeschlossen sein. Bei der letzten Informationsveranstaltung der Telekom in der vergangenen Woche in Kothmaißling habe es Diskussionen gegeben, bestätigt Susanne Pongratz, die bei der Stadt Cham den DSL-Ausbau betreut.
Die Telekom hatte die Buchbergsiedlung nicht in ihrem Angebot berücksichtigt. Das habe für Unverständnis unter den Teilnehmern gesorgt. Dabei seien die Bewohner der Buchbergsiedlung nicht auf ein Angebot der Telekom angewiesen, sondern könnten auf den Anschluss der amplus AG zurückgreifen, erklärt Pongratz.
Im Dezember 2009 hatte die Stadt mit dem DSL-Ausbau begonnen. Damals wurde ein Vertrag mit der Teisnacher Firma amplus abgeschlossen, die die beiden Hauptverteiler am Krankenhaus und in Janahof aufrüstete. Somit konnte zumindest das Stadtgebiet, Janahof, Michelsdorf und Altenmarkt mit höheren Bandbreiten versorgt werden.
Die amplus AG habe angeboten, mindestens die doppelte Bandbreite zu gewährleisten, während die Telekom der Stadt zunächst kein Angebot unterbreitete, erzählt Pongratz. Das schnelle Internet ließ sich die Stadt einiges kosten. „Ursprünglich waren für die Aufrüstung im Stadtgebiet 50 000 Euro veranschlagt", berichtet Pongratz. Als amplus anbot, für 70 000 Euro den Nutzern die Technik zu Telekom-Tarifen zur Verfügung zu stellen, habe die Stadt dennoch eingewilligt.
Für die übrigen Stadtteile kam dieses Modell nicht infrage. Sie seien zu weit weg von den Hauptverteilern, so die Breitbandpatin. In der Zwischenzeit aber begann die Telekom andernorts mit dem Glasfaserausbau und so schloss auch die Stadt Cham Verträge mit dem Anbieter. Los ging es in Untertraubenbach und Wulfing. Anfang Mai war der Ausbau dort abgeschlossen. Einen Monat später folgten Laichstätt, Thierlstein, Ried am Pfahl und Wulting. Die Kosten hierfür würden sich auf 139 000 Euro belaufen, erläutert Pongratz. Nun stehen noch Windischbergerdorf und Umgebung sowie Vilzing und Umgebung aus. Dafür müsse die Stadt 126 000 Euro beziehungsweise 194 000 Euro aufbringen. Insgesamt kostet der DSL-Ausbau mehr als eine halbe Million Euro.
Bis Anfang August sollen die verbliebenen Stadtteile mit einer leistungsfähigeren Internetverbindung versorgt sein. Danach sei kein weiterer Ausbau mehr geplant, erläutert Pongratz.
Alle Haushalte seien versorgt, allerdings sei die erreichte Bandbreite unterschiedlich, denn sie hängt von der Entfernung des Anschlusses vom Verteiler ab.

Quelle: Chamer Zeitung

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