Die Region mit schnellem Internet versorgen
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- Kategorie: Aktuell
- Erstellt am Donnerstag, 23. Juni 2011 17:48
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DSL-Anbieter Amplus strebt als großes Zukunftsziel die Marktführerschaft in Ostbayern an
Teisnach. Christof Englmeier packt bei der zu erledigenden Arbeit gern selbst mit an. Er weiß, was er will und wie die Dinge laufen müssen, damit eine Sache Hand und Fuß hat. Mit 16 Jahren hat er das Computer- und Netzwerkunternehmen CCNST gegründet, vor zwei Jahren dann das Tochterunternehmen Amplus — ein DSL-Anbieter. Heute ist Englmeier 26 Jahre alt und will mit Amplus von Teisnach (Kreis Regen) aus in den nächsten Jahren die Marktführerschaft bei der Breitbandversorgung in der Region erreichen.
Die Pläne für die Gründung von Amplus und den Aufbau eines eigenen Amplus und den Aufbau eines eigenen DSL-Netzes lagen laut Englmeier schon seit 2001 in seiner Schublade. Die Initialzündung für die Gründung im Jahr 2009 habe die Anfrage einer Gemeinde gegeben, ob Englmeier sich nicht des Problems Breitbandversorgung der Gemeinde annehmen könnte. Hinzu kam die Chance auf Fördermittel von der seit 2006 laufenden Breitbandinitiative der Bayerischen Staatsregierung, mit deren Hilfe die Internetversorgung der ländlichen Regionen gesichert werden sollte. Englmeiers Pläne konnten in die Tat umgesetzt werden.
Um dem Auftrag der Breitbandinitiative gerecht zu werden, sei es aber notwendig gewesen, bessere Technik zu entwickeln, als am Markt vorhanden war, so Englmeier. Deshalb habe Amplus begonnen, ein eigenes Vermittlungsstellennetz mit eigener Technik für schnelleres Internet aufzubauen.
Marktführerschaft als Ziel
Rund 120 000 Haushalte in Niederbayern und der Oberpfalz könnte das Unternehmen aus Teisnach bereits mit schnelleren Internetanschlüssen versorgen. Das eigene Netz werde weiter ausgebaut, denn Amplus strebe die Marktführerschaft an. 500 000 Haushalte in Niederbayern und der Oberpfalz will das Unternehmen in den nächsten fünf bis zehn Jahren anschließen. Amplus versorge dabei sowohl Privatkunden als auch Geschäftskunden. „Pro Jahr wollen wir rund 3 500 bis 4 000 Neukunden gewinnen", sagt der Geschäftsführer. Damit würde Amplus bei den Neuverträgen über dem allgemeinen Marktwachstum liegen. Die Zahlen seit Beginn des Geschäftsjahres 2011 lassen dieses Ziel realistisch erscheinen, so Englmeier.
„Wir machen dasselbe wie große Konkurrenzunternehmen, nur eben hauptsächlich im regionalen Bereich", sagt Englmeier. Es sei jedoch nicht so, dass Amplus den regionalen Markt für sich allein habe. Die großen Mitbewerber sehen nicht tatenlos dabei zu, wenn ein Parallelnetz entstehe. Die Konkurrenz fürchtet Englmeier jedoch nicht. Ein Mitbewerber setze zum Beispiel in seinen Vermittlungsstellen ältere Technik ein als Amplus. „Wir holen mit unserer Technik mehr Leistung aus den Kupferkabeln als die Konkurrenz", sagt Englmeier. Wie genau, das verrät er nicht - Betriebsgeheimnis.
Bis jetzt umfasse das DSL-Netz von Amplus rund 30 Verteilerknoten, die üblicherweise eine Reichweite von zehn Kilometern haben. Dieses Jahr werde das Unternehmen weiter in das eigene Netz investieren und auch zukünftig seien steigende Investitionen geplant. Wenn gewünscht, verlege Amplus aber auch Glasfaserleitungen bis ins Haus. Der Kunde müsse dann aber Erdbauarbeiten, die mit Extrakosten verbunden sind, in Kauf nehmen. Vereinzelt habe Amplus auch solche Aufträge schon erfüllt.
Pläne für 2012
Da die Geschäfte gut laufen, hat das Unternehmen laut Englmeier nach Niederbayern und der Oberpfalz für 2012 auch schon den nächsten Regierungsbezirk für die Markterschließung im Blick. Welcher das sein wird, möchte der Geschäftsführer nicht publik machen -die Konkurrenz muss nicht alles wissen.
Erst 16 Jahre war er alt, da gründete Englmeier im Jahr 2001 das Unternehmen CCNST. Sein Startkapital waren damals 80 Deutsche
Mark. In der elterlichen Garage verkaufte und reparierte er dann Computer. Sein Elektrotechnik-Studium brach er nach fünf Semstern ab, da die Firma immer mehr Zeit in Anspruch nahm. 2007 stellte er die ersten Mitarbeiter ein. Im Jahr 2009 gründete er Amplus als 100-prozentige Tochtergesellschaft von CCNST.
Nachdem beide Firmen bereits die Hälfte der Räume des Elternhauses in Beschlag nahmen und die Mitarbeiterzahl ständig anwuchs, siedelte CCNST mit der Tochterfirma Amplus vor einem Jahr in neue Räume im Technologiecampus Teisnach um. Aktuell beschäftigt das Unternehmen insgesamt 30 Mitarbeiter - doppelt so viele wie vergangenes Jahr. 2010 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund zwei Millionen Euro. Für dieses Jahr visiert Englmeier einen Umsatz von vier Millionen Euro an. -tie-
Quelle: Chamer Zeitung

