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Miltach. (ev) Das Unternehmen sichert Miltach vertraglich ein leistungsfähiges DSL-Netz zu
„Mehr Breitband für Miltachs Bürger." Diese Aussage gab am Donnerstag Dipl.-Ing. Ludwig Riepl, Leiter für Projektierung und Bauleitung von der Deutschen Telekom, beim Vertragsabschluss mit der Gemeinde Miltach. Spätestens im Juli 2011 können die Kunden über eine Leistung von mindestens 6 000 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) rechnen, in günstigen Lagen, je nach Entfernung zum Schaltgehäuse, sogar über 16 000 kBit/s.
Bürgermeister Johann Aumeier bezeichnete es als großen Vorteil, dass im Zuge der derzeit laufenden Kanalbaumaßnahme gleichzeitig Leerrohre zur Aufnahme der Glasfaserkabel verlegt wurden. „Breitband-Pate" Markus Schreiner von der Gemeindeverwaltung blickte auf den langen und schwierigen Weg zurück, der nun endlich zum Erfolg führte und für die Bürger eine enorme Verbesserung bringen wird.
Am Donnerstag traf sich Bürgermeister Johann Aumeier im Rathaus mit dem Telekomvertreter Dipl.-Ing. Ludwig Riebl zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages über einen Breitbandausbau im Gemeindebereich. Nach den Worten des Unternehmensvertreters aus Regensburg können die Gemeindebürger bald „schneller über die weltweiteD atenautobahn fahren". Ab Sommer 2011 bietet die Telekom in den bisher unterversorgten Gemeindeteilen Altrandsberg, Allmannsdorf, Anzenberg, Eismannsberg und Heitzelsberg leistungsfähige DSLVerbindungen. Weil sich der Breitbandausbau für die Telekom wirtschaftlich nicht verwirklichen ließ, beteiligt sich die Kommune an den Investitionen. Da in ländlichen Regionen nur wenige Haushalte erreicht werden, obwohl hohe Baukosten anfallen, stellen diese Forderungen an das privatwirtschaftlich geführte Telekommunikationsunternehmen hohe Herausforderungen.
Die Internetgeschwindigkeit hängt generell davon ab, wie nah der Bürger am nächsten Netzknotenpunkt wohnt. Denn die herkömmliche Telefonleitung, über die der Datenstrom ab dieser Vermittlungsstelle, geschickt wird, dämpft das Signal Meter um Meter. Ab einer Entfernung von rund fünf Kilometer spielt die Technik im Kupferkabel
nicht mehr mit. Um die Bürger in Miltach besser versorgen zu können, wird die Telekom nun auf einer Strecke von über elf Kilometer zusätzliche Glasfaserleitungen verlegen
und fünf nähere Knotenpunkte einrichten, wie Riepl bei dem Gespräch erläuterte.
„Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit der Telekom eine Lösung gefunden haben, auch eine ländliche Gemeinde wie Miltach mit Breitbandzugängen zu versorgen",
sagte Bürgermeister Johann Aumeier nach der Vertragsunterzeichnung. „Eine moderne Infrastruktur macht unseren Standort nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatleute deutlich attraktiver." Nach Aussage des Rathauschefs hat Miltach den Vorteil, dass im Zug der Kanalbaumaßnahme in Richtung Anzenberg und Allmannsdorf bereits Leerrohre verlegt wurden, in die nun die Glasfaserleitungen mittels Pressluft eingeblasen werden können. Zur Vollversorgung der Bürger sind allerdings noch Leitungen im Bereich Untervierau — Riedbach, Allmannsdorf — Altwies und ein Rohr von Miltach nach Altrandsberg entlang des Radweges notwendig. Die Kosten für die technische Ausstattung betragen 177 000 Euro, davon kommen noch die Ausgaben der Tiefbauarbeiten. Der Zuwendungsbescheid des Freistaates für eine Förderung mit 100 000 Euro liegt der Gemeinde bereits vor.
Aus der Gemeindeverwaltung übernahm Kämmerer Markus Schreiner die Funktion eines „DSLPaten" . Am Donnerstag gab er einen Rückblick auf die Zeit bis zur Vertragsunterzeichnung. Im Oktober 2008 stellte die Gemeinde den erstenAntrag über eine Machbarkeitsuntersuchung und über Planungsarbeiten. Im Februar 2009 erfolgte ein Markterkundungsverfahren.
Quelle: Chamer Zeitung |