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Ländlicher Raum lebt von Verkehrsachsen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 09. Juni 2010 um 10:57 Uhr

Schorndorf und Traitsching. Für den Vorwahlbereich 09974 sind nun schnellere Internetverbindungen möglich.


Trebersdorf. (evi) Über die Möglichkeit von schnelleren Internetverbindungen können sich seit etwa vier Wochen die Bewohner des Vorwahlbereichs 09974 der Gemeinden Schorndorf und Traitsching freuen. Die AmPlus AG hatte dazu in Trebersdorf einen der 24 Hauptverteiler im Landkreis entsprechend aufgerüstet. Bei einem Ortstermin am Montag betonte amtierender Landrat Michael Dankerl, wie wichtig es sei, dass so schnell wie ,möglichübe rall im Landkreis bessere Verbindungen zur Verfügung stehen.

Vor allem die Unternehmen in der Region brauchten vernünftige Bandbreiten, um im Wettbewerb mit Firmen in den Ballungsräumen bestehen zu können, sagte Dankerl. Auch würden Kommunen, die keine guten Internetanbindungen bekommen, vor allem Jugendliche und Familien verlieren.

Derzeit sei deshalb zunächst eine Grundversorgung von einem Megabit pro Sekunde (MBit/s) für alle Landkreisgemeinden das Ziel, so Siegfried Schollerer von der Breitband/ Network GmbH. Für den Vorwahlbereich 09974 sei dies nun erreicht.
Bis zu 50 MBit/s stünden den Haushalten dort nun bei Bedarf zur Verfügung. Knapp 20 Bürger nutz-ten die neue Technik bereits. Schade  sei, dass sich nicht der Landkreis,  sondern die Gemeinden einzeln um die Grundversorgung der Bürger kümmern müssten, sagte MarkusLember ger vom Regionalmanagement am Chamer Landratsamt.
„Wenn der Landkreis für alle Gemeinden die Federführung übernommen hätte, hätten wir schneller und preiswerter eine Lösung finden können." Nun müsse jede Gemeinde einzeln Förderanträge stellen und Aufträge vergeben. „Wir hoffen, die Gesamtlösung klappt dann wenigstens, wenn es an die höherbitratigen Verbindungen geht", so Lemberger.

„Der ländliche Raum lebt von seinen Vekehrsachsen, zu denen die Straßen und die Datenautobahnen zählen", sagte Traitschings Bürgermeister Josef Marchl. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht ins Hintertreffen geraten." Die Breitband-Förderrichtlinien des Bundes seien äußerst schlecht, obwohl der Staat verpflichtet sei, die Grundversorgung der Bürger mit einem MBit/s zu gewährleisten. 
 

 

Quelle: Chamer Zeitung

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 08. August 2010 um 08:44 Uhr