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Bald schneller ins Internet PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Johann Wagner   
Samstag, den 10. April 2010 um 19:42 Uhr

Rötz. Vertrag mit „amplus" unterzeichnet — Glasfaserkabel Zukunftsmusik
Gestern wurde ein wichtiger Schritt zur Daseinsvorsorge getroffen. Bürgermeister Ludwig Reger unterzeichnete einen entsprechenden Vertrag mit der Firma „amplus", die alle Internet-Nutzer mit der Ortsnetzvorwahl „09976" mit mindestens einer 1-Megabit-Leistung „grundversorgt". Doch dabei soll es laut Christof Englmeier, Chef der „amplus AG", nicht bleiben. Ziel ist eine superschnelle Breitbandverbindung ins Internet mit bis
zu 50 Mbit/s. Möglich soll dies ein Glasfaserkabel machen, das keine „Reibungsverluste" aufweist wie die derzeit genutzten Kupferkabel.

Der Stadt Rötz kostet die Anbindung an schnelleres Internet für die allermeisten ihrer Bürger 10500 Euro. Bei den bisherigen Nutzern von DSL braucht es keine technischen Neueinrichtungen. Wer bisher noch kein DSL hat, bekommt das dafür Nötige. Englmeier riet, sich dafür „vorregistrieren" zu lassen (im Internet unter www.amplus.ag oder per Telefon 09923/8045101); Verpflichtungen seien damit nicht verbunden.

Alle, die bisher schon DSL nutzen, bekommen beim Wechsel zu „amplus" automatisch mehr Leistung. Technisch wird das möglich durch den Einbau neuer Technik in den Hauptverteiler in Rötz, die auf den alten Kupferkabeln eine größere Bandbreite „unterbringt". Englmeier: „Die Telekom ist in Rötz mit ihrer Technik 2003 stehen geblieben."

Ab Vertragsunterzeichnung dauert es in der Regel noch sechs Monate bis zur Inbetriebnahme. So lange gibt der Gesetzgeber dem Netzbetreiber Zeit, den Mitbewerber freizuschalten. „Das wird auch ausgenutzt", meinte der „ amplus" -Chef zu dieser Regelung.

Spätestens dann, wenn das Glasfaserkabel Einzug hält, werden für alle DSL-Nutzer Geschwindigkeiten bis 50 Mbit in der Sekunde möglich. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Für Bürgermeister Reger ist der schnelle Internetanschluss ein Ausschlusskriterium für private wie gewerbliche Interessenten, sollte es diesen nicht geben. „Er ist ein Teil der Zukunftsvorsorge", sagte Reger, daher notwendig, um das Land nicht von der Stadt „abzuhängen".

Im Landkreis Schwandorf wird es ähnlich bei einem anderen Anbieter funktionieren, berichtete Siegfried Schollerer von der „Breitband Network GmbH". Damit sei sichergestellt, dass einige Haushalte/Firmen mit anderer Vorwahlnummer im Rötzer Norden ebenfalls zumindest eine Grundversorgung erhalten.

Quelle: Chamer Zeitung