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Weisse Flecken auf der DSL-Landkarte getilgt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 10. April 2010 um 12:24 Uhr

Waldmüchen. Einwahlknoten werden aufgerüstet - Ab Herbst mindestens 1 Mbit/s im Gemeindegebiet
Waldmünchen. (pm) Die weißen Flecken auf der DSL-Landkarte des Waldmünchner Gemeindegebiets gehören noch heuer der Vergangenheit an. Bürgermeister Franz Löffler hat gestern Vormittag mit Christof Englmeier, Chef der „amplus AG" aus Teisnach, den Vertrag zur Aufrüstung des Einwahlknotens Waldmünchen unterzeichnet. Damit ist künftig eine Versorgungsleistung von mindestens 1 Mbit/s gewährleistet. Die Aufrüstung der Einwahlknoten sei mittelfristig „durchaus eine effiziente Lösung", meinte Löffler, wenngleich sie nicht die Endlösung sein könne.

„Die DSL-Versorgung ist, ein Thema, das uns schon lange beschäftigt", blickte der Bürgermeister zurück. Man habe landkreisweit Untersuchungen durchgeführt, wie man für die nicht- beziehungsweise unterversorgten Gebiete möglichst kurzfristig eine Verbesserung erreichen könnte und dabei habe sich die Aufrüstung der Einwahlknoten als gangbarer Weg herauskristallisiert, berichtete Löffler. Dabei werde in einem „vertretbaren Kostenrahmen" dafür gesorgt, dass alle Anschlussnehmer im Vorwahlgebiet „ 09972 " mindestens 1 Mbit/s Versorgungsleistung bekommen. Die Bürger, die bereits DSL haben, können mit einem höheren Versorgungsgrad rechnen.

Nicht nur der Vertrag für den Waldmünchner Einwahlknoten wurde gestern mit „amplus" unterzeichnet: Auch in den Gemeinden Tiefenbach und Schönthal und der Stadt Rötz wurden die entsprechenden Unterschriften geleistet. Fehlt nur der Einwahlknoten Geigant. Hier sei man laut Löffler mit dem Entscheidungsprozess noch nicht ganz so weit, weil drei weitere Gemeinden beteiligt seien: Waffenbrunn, Pemfling und Gleißenberg.

 Siegfried Schollerer, Geschäfts-führer der „Breitband Network GmbH", hat die Bedarfsermittlung und die Ausschreibung durchgeführt. Die Ermittlung der Daten sei nicht ganz einfach gewesen, da Vorwahl- und Gemeindebereiche nicht übereinstimmen, sagte er. 1 Mbit/s sei keine willkürlich gewählte Größe für die Mindestversorgung, erklärte der Experte weiter, sondern in der bayerischen Breitbandrichtlinie verankert und damit förderfähig.Die Gesamtleistung werde sich durch die Aufrüstung des Einwahlknotens verbessern, sagte auch Schollerer. Circa einen Kilometer rund um den Knoten im Stadtgebiet könne sogar die Leistung von VDSL (50 Mbit/s) angboten werden.

„amplus" rüste den Hauptverteiler auf, indem man ihn mit Glasfaser versorge und modernere Technik einbaue, erklärte Firmenchef Christof Englmeier. „So kann jeder im Anschlussbereich 09972 mindestens 1 Mbit/s haben. Jeder, der das schon hat, kriegt definitiv mehr, wenn er zu uns wechselt." Die alte Technik bleibe zusätzlich bestehen. Bürgermeister Franz Löffler machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass dieses neue Angebot nur funktioniert, wenn man zum Anbieter „amplus" wechselt. Wer bei der Telekom bleibt, für den ändere sich nichts.

Die Stadt habe den Auftrag im Ausschreibungsverfahren an „amplus" vergeben, „weil wir die Konditionen berücksichtigt haben, die die Endverbraucher zu zahlen haben", sagte Löffler. Ziel sei gewesen, den marktüblichen Preis zu haben, fügte Christof Englmeier hinzu. Die verwendete Technik sei für zukünftige Erweiterungen ausgelegt.

Der Vertrag ist nun also unterzeichnet. Mit der Bereitstellung des schnelleren Internets ist dennoch erst in sechs Monaten zu rechnen. Das liege an regulierten Fristen und an der Telekom, erklärten die Fachleute. Wünschenswert sei, dass sich interessierte Bürger auf der Homepage des Unternehmens vorregistrieren. So könnten rechtzeitig Informationen an die Kunden verschickt und ein reibungsloser Wechsel garantiert werden. Der Wechsel zu „amplus" ist jedem Bürger selbst überlassen.
Info
Eine Registrierung ist möglich auf der Homepage www.amplus.ag oder unter Telefon 09923/8045101.

Quelle: Chamer Zeitung 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. April 2010 um 12:41 Uhr