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Furth im Wald. (reit) Städtisches Kerngebiet gut versorgt - Probleme gibt es in den Randgebieten
Informationen über die künftige Breitbandversorgung (DSL) im Gemeindegebiet von Furth im Wald gab es in der Stadtratssitzung am Dienstagabend. Die Chamer Zeitung/Further Chronik berichtete bereits in ihrer gestrigen Ausgabe kurz darüber.
Dabei erhielten die Stadträte aktuelle Informationen von Siegfried Schollerer von der Firma BBN BreitbandNetwork, die im Auftrag des Landkreises Cham die Koordination und technische Bewertung für die Breitbandversorgung im Landkreis Cham übernommen hat. Sie nimmt die Bedarfsanalyse vor, erstellt die Ausschreibung und nimmt eine technische Bewertung der hereinkommenden Angebote vor, um den am besten geeigneten Netzbetreiber zu selektieren. Die Firma BBN BreitbandNetwork betreut nach den Angaben von Schollerer derzeit insgesamt 175 Gemeinden in Bayern.
Schollerer sprach in der Stadtratssitzung von einem „brennenden Thema". Er wies darauf hin, dass der Stadtkern eigentlich gut versorgt sei. Große Versorgungslücken gebe es aber an den Randbereichen des Further Gemeindegebietes. Wir haben gestern bei Siegfried Schollerer nachgefragt. Dabei ließ er wissen, dass die Orte Lixenried, Daberg, Bruckmühle, Bogen, Rußmühle und Tradl sowie Gschwand über keinen Breitbandanschluss verfügen. Unter einem Megabit würden bisher Sengenbühl, Schafberg, Ösbühl, Voithenberghütte, Dieberg und Degelberg versorgt. Schollerer verdeutlichte, dass nach der Definition dies eigentlich auch kein Breitbandanschluss sei.
Probleme würden sich auch dadurch ergeben, dass die Telefonwahlbereiche und die Grenzen der Kommunen nicht immer identisch sind, wie beispielsweise in Gschwand, wo die Vorwahl 09975 beträgt und sich der Hauptverteiler in Geigant befindet. Für Furth im Wald gilt dagegen die Vorwahl 09973.
Schollerer verwies darauf, dass drei Anbieter die Grundversorgung angeboten haben. Entschieden habe man sich für eine Firma aus Teisnach und damit für eine Firma aus der Region, was auch wichtig sei. Der Experte verdeutlichte, dass angestrebt werde, eine flächendeckende Versorgung für den Landkreis zu schaffen. Die wichtigste Messlatte sei es, Endkundenpreise zu erreichen, die nicht teurer sind als beim Marktführer Telekom.
Stadtrat Michael Engl hatte nach der Zeitspanne für die Realisierung gefragt. Schollerer ließ wissen, dass für den Umbau durch die Telekom 16 Wochen anzusetzen sind.
Franz Former ging bereits einen Schritt weiter und fragte nach einer möglichen Glasfaservernetzung. Siegfried Schollerer informierte, dass die Hauptverteiler bereits vorbereitet werden für ein späteres Glasfasernetz. Bei einem Ausbau mit der Glasfasertechnik könnte übrigens eine Breitbandversorgung mit 50 Megabit erfolgen.
Franz Former hatte noch nach den Kosten gefragt. Schollerer gab bekannt, dass der Fördersatz bei 70 Prozent liegt und 30 Prozent die Kommune aufbringen müsse.
Gestern ergänzte der Experte auf Nachfrage, dass sich für die Stadt Furth im Wald die Kosten auf rund 35 000 Euro belaufen würden, wobei aufgrund der 70-prozentigen Förderung nur noch rund 10 500 Euro für die Stadt Furth im Wald verbleiben.
Quelle: Chamer Zeitung
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