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Für große Lösung bei Breitbandversorgung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 21. März 2010 um 15:06 Uhr

Gleißenberg. Neben Bau- und Aufforstungsanträgen war bei der Gemeinderatssitzung der Ausbau der Breitbandversorgung im Gemeindebereich ein wichtiger Tagesordnungspunkt.
Nachdem bei der letzten Bürgermeisterversammlung des Landkreises am 9. März kein entsprechender Nachdruck für eine Intensivierung der Landkreisringlösung herauskam, will man nicht länger abwarten und allen Bürgern im Gemeindebereich und darüber hinaus eine ideale Breitbandversorgung ermöglichen. Bei der Zusammenkunft der Bürgermeister wurde deutlich, dass die meisten Gemeinden des Landkreises überwiegend mit der derzeit vorhandenen Breitbandversorgung von durchschnittlich 1 000 Kbits zufrieden und laut eigenen Angaben ausreichend versorgt sind. Das bedeutet nunmehr, dass die Landkreislösung mit einer Breitbandversorgung von bis zu 25 000 Kbits derzeit nicht umgesetzt wird. Für die Gemeinde Gleißenberg bedeutet dies, dass zwischen den bereits erörterten zwei Varianten - Aufrüstung des Verbindungsknotens in Geigant und Anschluss an das Glasfaserkabel der Gemeinde Weiding im Bereich Döbersing - eine Entscheidung zu treffen ist. Die Förderrichtlinien der Bayerischen Staatsregierung mit einer Förderung von 70 Prozent und einer Deckelung von 100 000 Euro je Vorhaben sind nach wie vor relevant. Inwieweit eine Umsetzung des GAKRahmenplanes der Bundesregierung mit einem Fördersatz von 90 Prozent und einer Deckelung der Ausbaukosten auf 500 000 Euro auch durch den Freistaat Bayern erfolgt, ist derzeit ungewiss.
Vollkommen fertig wäre das Konzept des Landkreises durch die IT Firma Schollerer. In diesem Fall hängt sich der Landkreis aber selber von der Datenautobahn ab. Gleißenberg ist standortmäßig total unterversorgt und will jetzt den „Weidinger Weg" mitgehen, falls dies auch im Einvernehmen mit der Nachbargemeinde möglich ist. Grundlage hierfür ist das „Schollerer-Konzept" des Landkreises und die vorliegenden Zahlen mit einem Aufwand von circa 60 000 Euro sollen dann über KfW-Mittel zinsgünstig finanziert und durch einen Anteil an der Monatsrate auf absehbare Zeit getilgt werden.
Profitieren würde hierdurch nicht nur die Gemeinde Gleißenberg, sondern auch die umliegenden Ortschaften wie Lixenried, Gschwand, Bogen und Ränkam, da dann auch die Stadt Furth im Wald ab Rußmühle mit im Boot wäre. Der östliche Teil des Landkreises wäre auf einmal vorne dran in Sachen Breitbandversorgung, was ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein könne in Bezug auf Bauwillige und Gewerbetreibende.
Obwohl dies Gleißenberg eigentlich als Gemeinde nicht tangiert; will man aber auch die Interessen der umliegenden Orte nicht außer Acht lassen. Wichtig sei jetzt das Statement des Weidinger Gemeinderates, das für Ende April erwartet wird. Sollten sich wider Erwarten doch noch Anhaltspunkte ergeben, die nicht im Einklang mit dem „Schollerer-Konzept" stehen, dann stünde noch der Weg der Aufrüstung der Vermittlungsstelle 2010
offen. Damit bekäme aber jeder Haushalt nur 1 000 Kbits, wäre besser als nichts, könnte aber nur eine Übergangslösung sein.

Quelle: Chamer Zeitung