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Treffelstein. (bu) Gemeinde übernimmt Kostenanteil von 1528 Euro — Kein Ausgleich mit Waldmünchen
Bürgermeister Helmut Heumann informierte die Gemeinderäte bei der jüngsten Sitzung zunächst über die DSL-Versorgung. Das Markterkundungs und Auswahlverfahren sei nun abgeschlossen. Für die Gemeinde seien
drei Angebote abgegeben worden. Billigste Bieterin war die Firma amplus, Teisnach, mit 35 000 Euro für den Ausbau der DSL-Versorgungim Vorwahlbereich Waldmünchen und Tiefenbach.
Wie der Bürgermeister zu berichten wusste, habe am 27. Januar eine Besprechung der Bürgermeister des Altlandkreises stattgefunden, bei der auch Klaus Schedlbauer, Wirtschaftsreferent des Landkreises Cham, und Siegfried Schollerer von ,der Firma BBN-Breitbandnetwork anwesend waren. Sie hatten die Angebote aller Kommunen im Landkreis Cham geprüft und ausgewertet. Es wurde bekannt gegeben, dass die Firma amplus für alle Kommunen des Landkreises ein einheitliches Angebot abgegeben hat.
Das Angebot umfasst den Ausbau jeder Hauptvermittlungsstelle für einen einheitlichen Betrag von 35 000 Euro. Der Betrag, so Heumann, sei zu 70 Prozent förderfähig. Nach dem Ausbau durch die Firma amplus seien bei einem Kundenwechsel folgende verbesserte Bandbreiten verfügbar: bis 1,5 Kilometer 16 000 bis 20 000 Kbit/s, bis 2,3 Kilometer 6 000 bis 16 000 Kbit/s, bis 3,4 Kilometer 3 000 bis 6 000 Kbit/s, bis 5,5 Kilometer 1 000 bis 3 000 Kbit/s, bis zehn Kilometer 1 000 Kbit/s.
Der Endkundenpreis bei amplus entspreche in etwa dem Preis der Telekom. Die Bürgermeister des Altlandkreises hätten folgendes Vorgehen geplant: Jede Gemeinde baut die in ihrem Bereich liegenden Hauptvermittlungsstellen aus und stellt dafür einen Zuschussantrag. Die Gemeinde Treffelstein, die selbst keine Hauptvermittlungsstelle besitzt, beteiligt sich an den Kosten des Hauptverteilers Tiefenbach nach Abzug der Förderung im Verhältnis der unversorgten Haushalte. In der Gemeinde Tiefenbach sind 270 und in Treffelstein 46 Haushalte unversorgt.
Somit würden auf die Gemeinde Tiefenbach Kosten in Höhe von 8 971,52 Euro entfallen und auf die Gemeinde Treffelstein 1528,48 Euro. Ein weiterer Ausgleich unter den Gemeinden, zum Beispiel Treffelstein an Waldmünchen für den Bereich Biberbach mit 85 unversorgten Haushalten, findet nicht statt, so die Information des Bürgermeisters. Die Gemeinde Tiefenbach hat für den Ausbau der Vermittlungsstelle in Tiefenbach den erforderlichen Förderantrag bei der Regierung bereits eingereicht.
Da sich für Treffelstein ein Förderantrag erübrigt, steht bei einem späteren Verfahren zur Verbesserung der Breitbanderschließung der Gemeinde noch der gesamte Förderrahmen in Höhe von 100 000 Euro zur Verfügung.
Selbstverständlich bleibe es jedem Bürger selbst überlassen, ob er zum neuen Anbieter wechsle, betonte Heumann.
Der Gemeinderat schloss sich der Vorgehensweise und dem Finanzierungsvorschlag an.
Quelle: Chamer Zeitung
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