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Stamsried. Bedarfsgerechte Versorgung mit Breitbandanschlüssen auch für die Dörfer
(kk) Seit Juli 2008 wird der Ausbau von schnellem Internet in ländlichen Gebieten in Bayern gefördert. Über das Bayerische Breitbandförderprogramm können Gemeinden Zuschüsse für Planungen und Machbarkeitsstudien sowie für Investitionen in die Breitbandnetze erhalten. Auch im Markt Stamsried gibt es weiterhin einige Gebiete mit Haushalten, die in Bezug auf schnellen Internetzugang unterversorgt sind. In seiner Novembersitzung hatte der Marktrat dazu Siegfried Schollerer von der BreitbandNetwork GmbH aus Traitsching zu Gast, der dem Gremium einen Sachstandsbericht hinsichtlich Breitbandversorgung gab.
Der Markt Stamsried gehöre zu den ländlichen Kommunen, die vergleichsweise gut versorgt sind, so Schollerer. Ziel ist die möglichst vollständige Erschließung des Marktes mit einer bedarfsgerechten Breitbandversorgung zu marktgerechten Preisen und Bedingungen.
Die Auswertung im Gemeindebereich Stamsried ergab, dass von 979 Haushalten, 103 ausschließlich auf den Dörfern, unter- oder unversorgt sind. Dabei liegt der prognostizierte Bedarf bei 55. „Für die Telekom ist das eine hervorragende Situation, sie sieht keinen Handlungsbedarf", erklärte Schollerer und zeigte anhand einer unterschiedlich farbigen Breitbandversorgungskarte die Situation im Gemeindegebiet. Die Telekom-Vermittlungsstelle liegt zentral in Stamsried, in der Nölppstrasse womit im Ort Stamsried eine sehr gute Verfügbarkeit gegeben ist.
Unterversorgt sind insbesondere Großenzenried, Thanried, Rannersdorf, Löwenbrunn und Hindelmühle. Ebenso ist der Bereich Hiltenbach nicht optimal versorgt. Der Ort liegt im Bereich des Hauptverteilers Neukirchen-Balbini (0 94 65) der im ersten Halbjahr 2010 aufgerüstet werden soll. Für das weitere Vorgehen hinsichtlich der Breitbandrichtlinie beschloss man eine Markterkundung, sowie parallel ein Auswahlverfahren durchzuführen, wofür sich Breitbandpate Kämmerer Johann Braun verantwortlich zeigte.
In der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung stellte er das Ergebnis vor. Im Markterkundungsverfahren wurde ermittelt, ob ohne Kosten für die Gemeinde ein Ausbau möglich ist. Markterkundung bedeutet, dass Anbieter aufgefordert werden, Breitbanddienste zeitnah, bedarfsgerecht, zu marktüblichen Bedingungen und ohne finanzielle Beteiligung Dritter anzubieten. Findet sich ein Anbieter, der einen zuschussfreien Breitbandausbau realisieren kann, ist eine Förderung nicht mehr möglich. Im Markt Stamsried war dies nicht der Fall. Für die Ermittlung eines zuschussbedürftigen Breitbandausbaus steht das Auswahlverfahren zur Verfügung. Das Auswahlverfahren ist offen, transparent und diskriminierungsfrei durchzuführen und unterliegt der Anbieter- und Technologieneutralität. Ziel ist die Ermittlung eines Netzbetreibers, der den definierten Breitbandbedarf zu den wirtschaftlichsten Bedingungen abdecken kann. Zwei Breitbandanbieter haben für Stamsried entsprechende Angebote abgegeben: amplus AG, Technologiecampus 4 aus Teisnach und mvox AG aus Garching an der
Alz. Die beiden Angebote wurden zur fachtechnischen Wertung an die Firma Breitband Network weitergeleitet, die der Gemeinde Stamsried das Angebot der Firma amplus empfahl. Ausschlaggebend hierfür war der genaue Angebotspreis und der geringere Endkundenpreis. Der Anbieter wird von den Nutzern einen einmaligen Bereitstellungspreis von 119,90 Euro verlangen. Die monatliche Gebühr bei 6000 kbit/s wird 39,95 Euro, bei 16 000 kbit/s 49,95 Euro, betragen. Im ersten Schritt soll der Hauptverteiler 0 94 66 ausgebaut werden, um eine flächendeckende Grundversorgung herstellen zu können. Für den Markt Stamsried ist nun ein Zuwendungsantrag (Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn) im Rahmen der gültigen Breitbandrichtlinie Bayern an die Regierung der Oberpfalz zu richten. Der Marktgemeinderat beauftragte die amplus AG als wirtschaftlichstenNetzbetreiber laut Angebotsauswertung mit der Breitbanderschließung im Markt Stamsried. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, nach Bewilligung durch die Regierung inen entsprechenden Vertrag
mit dem Auftragnehmer zu unterzeichnen. Das Projekt soll ab Auftragserteilung innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein. Dies beinhaltet die Netzplanung und den Ausbau.
Quelle: Chamer Zeitung
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